Galápagos Inseln

Galápagos ist eine inselreiche Meeresregion (Archipel), die zu Ecuador gehört. Die 14 größeren und über 100 kleineren Galápagos Inseln vulkanisch-ozeanischen Ursprungs wachsen regelrecht aus dem östlichen Pazifischen Ozean heraus – sie haben keinerlei Verbindung zum Festland.

Als früherer Unterschlupf von Piraten trugen die Galápagos Inseln den Beinamen „Las Islas Encantadas“ („Die verzauberten Inseln“), weil sie nach damaligem Stand der Navigationsmöglichkeiten schwer zu finden waren. Im 18. Jahrhundert hielten die Walfänger auf den Galápagos Inseln Einzug, nun begann auch die eigentliche Besiedlung des Archipels. Ein Umstand, der das einzigartige und sensible ökologische Gleichgewicht zum Schwanken brachte. 1959 wurden die Galápagos Inseln zum Nationalpark ernannt, von dort an setzten auch die ersten Touristenströme ein.

Galapagos Inseln, Ecuador

Aufgrund ihrer besonderen Entstehungsgeschichte – die Inseln entstanden aufgrund von Plattenbewegungen und einer besonderen Form von Vulkanismus (Hotspot-Vulkanismus) – weisen sie einen weltweit einzigartigen Naturraum auf, der nur an diesem Fleckchen Erde anzutreffende Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Bereits der Naturforscher Charles Darwin, der 1835 die Galápagos Inseln erreichte, war fasziniert von der einmaligen Tierwelt, die er auf den Inseln vorfand. Seine Beobachtungen dort inspirierten ihn maßgeblich für seine später verfasste Evolutionstheorie. Auch heute begeistert die unvergleichliche Flora und Fauna der Galápagos Inseln noch zahlreiche Besucher auf ihrer Galápagos-Erlebnisreise, die hier hautnah in Kontakt zu den in freier Natur lebenden Tieren treten und sich von dem bizarren Landschaftsbild verzaubern lassen können.

Tiere auf den Galápagos-Inseln

Der Galápagos-Archipel ist die Heimat einer einmaligen Tierwelt. Die Tiere leben auf den Galápagos Inseln trotz Touristenströmen (die Anzahl der Besucher wird den Tieren zu Liebe begrenzt) noch im Einklang mit der Natur. Ob in der Luft, zu Wasser oder auf dem Land, es gibt Einiges in punkto Fauna zu erleben.

Auf den Galápagos kann der Besucher vorwiegend Vögel und Reptilien beobachten. Von Säugetieren gibt es nur vier Arten: Den Galápagos-Seelöwen, die Galápagos-Pelzrobbe, zwei Rattenarten sowie zwei Arten von Fledermäusen. Darüber hinaus tummeln sich auf und um die Inseln herum vielfältige Vogelarten – darunter natürlich auch die berühmten Darwinfinken. Seevögel, Watvögel und Landvögel lassen die Herzen von Ornithologen höher schlagen. In den Strandgebieten der Galápagos treiben viele kleine Tierchen mit lustigen Namen ihr Unwesen: Unter ihnen Einsiedlerkrebse, Geisterkrabben, Stachelrochen sowie die Galápagos-Winkerkrabbe. Auf offenem Meer gibt es neben Rochen auch verschiedene Arten von Haien sowie die Grüne Wasserschildkröte.

Riesenschildkröten

Besonderer Besuchermagnet sind die auf den Galápagos beheimateten Galápagos-Riesenschildkröten. Ihnen verdanken die Inseln auch ihren Namen – 1570 taufte ein flämischer Kartograf die Inseln nach den Riesenschildkröten, die er dort vorfand. Wissenschaftler listen 15 verschiedene Arten auf, vier davon sind jedoch schon ausgestorben. Täglich kämpfen Forscher auf der Charles Darwin Research Station um den Arterhalt der Riesenschildkröten. Es kann grob zwischen zwei Unterarten der Riesenschildkröten auf den Galápagos unterschieden werden: die Reptilien mit kuppenförmigem Panzer, die sich eher in satten und feuchten Gegenden aufhalten und die Schildkröten mit sattelförmigem Panzer, die eher in trockenen und heißen Gebieten zu finden sind. Die Galápagos-Riesenschildkröten weisen eine Panzerlänge von 80 bis 95 cm auf und können ein Gewicht von über 340 kg erreichen. Diese besonderen Tiere werden sehr alt – bis zu 200 Jahre! Soweit zu den Fakten – wie es sich anfühlt, die gutmütigen Panzerträger aus nächster Nähe zu beobachten, dürfen Sie selbst bei einer Ecuador Erlebnisreise mit Galápagos Inseln herausfinden.

Echsen

Wenn der Galápagos-Besucher an sonnigen Tagen über die Inseln schlendert, kann man an den Stein- und Felsenvorsprüngen zahlreiche Echsenarten beobachten, die sich in der warmen Sonne räkeln. Da gibt es verschiedene Landleguane auf den Galápagos, die Sie an ihrer zackenartigen Mähne und dem machohaften Gehabe der Männchen erkennen können. Darwin hatte für diese Zeitgenossen wenig schmeichelhafte Worte übrig (er soll sie als „hässlich“ betitelt haben). Darüber hinaus findet der Beobachter mit etwas Glück die Galápagos Lavaechse – eine Echse mit rotbräunlicher (Weibchen) bzw. graubräunlicher Färbung (Männchen), deren Population durch eingeführte Fleischfresser, wie Katzen und Ratten, deutlich minimiert wurde. Weitere auf den Galápagos ansässige Reptilienarten sind verschiedene Gecko-Arten und drei Schlangenarten, die sehr zurückgezogen leben und für die Besucher ungefährlich sind. Zu Wasser bzw. an der Felsenküste tummeln sich Galápagos Meerechsen – eine erstaunliche Tierart, die durch ihre einmalige Anpassung zu Wasser und zu Land lebt.